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Aktuelles


Impfstoff gegen hypervirulente RHDV2-Stämme entwickelt

25.01.2022
Nachdem in Belgien und Frankreich in den letzten zwei Jahren veränderte hypervirulente RHDV2-Stämme in kommerziellen Kaninchenhaltungen festgestellt worden sind, hat ein französischer Impfstoffhersteller nun einen modifizierten RHDV2-Impfstoff entwickeln können. Denn diese Stämme können trotz korrekter Impfung speziell bei Jungtieren zu großen Verlusten führen. Der neu entwickelte Impfstoff darf jedoch ausschließlich und nur mit Ausnahmegenehmigung an kommerzielle Betriebe, die Probleme mit hypervirulenten RHDV2- Stämmen nachweisen können, abgegeben werden. Bislang wurden in Deutschland und in den Niederlanden keine veränderten RHDV2- Stämme nachgewiesen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) überwacht aktuell die Situation und kann bei einem Nachweis der veränderten RHDV2-Erreger in Deutschland ebenfalls Ausnahmegenehmigungen für den in Frankreich entwickelten Impfstoff erteilen. Dabei wird voraussichtlich der Anwendungsempfehlung der französischen Behörden gefolgt. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilt, liegen keine Daten zur Wirksamkeit des modifizierten Impfstoffes gegen die etablierten RHDV2-Stämme vor.

FLI
https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00044097/FLI-Information_RHDV2_2022-01-14_K.pdf

Impfpflicht gegen EHV1 für Turnierpferde ab 2023

24.01.2022
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat eine Impfpflicht gegen das Equine Herpesvirus EHV1 für Turnierpferde festgelegt. Diese tritt ab Januar 2023 in Kraft. Damit reagiert die FN auf zahlreiche EHV1- Infektionen im März 2021, die ihren Ursprung auf einem Springreitturnier im spanischen Valencia hatten, wo bereits vor Ort mehrere Sportpferde starben. Zudem haben zahlreiche infizierte Pferde das hochansteckende Virus in ihre Heimatställe getragen und weitere Tiere angesteckt. Um eine weitere Ausbreitung des Erregers möglichst zu vermeiden, dürfen ab Januar kommenden Jahres nur noch Sportpferde an Veranstaltungen teilnehmen, die mindestens die zweite Impfung der Grundimmunisierung erhalten haben. Daher empfiehlt die FN, frühzeitig einen Impfplan für Turnierpferde zu erstellen. Für die Grundimmunisierung, die aus 3 Impfungen besteht, stehen in Deutschland zwei Inaktivat- sowie ein Lebendimpfstoff zur Verfügung. Zu beachten ist, dass bei den ersten beiden Impfungen der Grundimmunisierung nicht zwischen Inaktivat- und Lebendimpfstoff gewechselt werden darf. Unabhängig von der Vakzinwahl muss eine Auffrischimpfung nach maximal sechs Monaten erfolgen. Trotz EHV-Impfung können Pferde erkranken, jedoch mit einem leichterem Verlauf. Ziel der Impfung ist aber vor allem, die Viruslast und damit die Ansteckungsgefahr für weiterer Tiere zu verringern. Unter dem Titel „Neues und Altes zum Equinen Herpesvirus: Was ist wichtig für die Zukunft!?“ veranstaltet das Unternehmen MSD Tiergesundheit am 10. Februar 2022 ein Webinar für TierärztInnen. Referent wird Tierarzt und Virologe Prof. Dr. Klaus Osterrieder sein.

FN
Online-Veranstaltung zu EHV1 von MSD
Vetion Fokusthema: Equines Herpesvirus (EHV)

Mangel an Tierimpfstoffen befürchtet

21.01.2022
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland für einen noch nie dagewesenen Haustierboom gesorgt. Weil immer mehr Menschen wegen des Lock-Downs sowie Home-Office und -schooling viel Zeit zu Hause verbrachten, stieg die Zahl der Hunde und Katzen, die in die Haushalte einzogen, stark an. ExpertInnen befürchten nun, dass es zu einem Engpass bei der Tierimpfstoffversorgung kommen könnte, auch weil sich durch die Pandemie Probleme bei Lieferketten ergeben haben. „Seit letztem Jahr kommt es immer wieder zu Engpässen“, erkärt Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Zur Zeit seien vor allem die Vakzine für Katzen, aber auch für Kaninchen betroffen. „Für Tierhalter bleibt nur die Absprache mit dem Haustierarzt, um informiert zu werden, sobald wieder Impfstoff da ist.“ Auch das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim bestätigt Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von einzelnen Impfstoffen. „Dies betrifft leider auch vorübergehend einige unserer Produkte“, erklärte eine Sprecherin. So sei die Lieferfähigkeit für einige dieser Impfstoffe durch die globale Corona- Pandemie indirekt beeinträchtigt. „Die Pandemie und die Maßnahmen, die wir zum Schutz unserer Mitarbeitenden getroffen haben, wirken sich auf unsere Lieferkette aus.“ Nur mit einer deutlichen Zeitverzögerung seien Anpassungen der Produktionsmengen möglich, heißt es weiter. Boehringer Ingelheim hat aber bereits verkündet, dass die Lieferfähigkeiten bereits in den vergangenen Wochen wieder besser geworden seien.

Proplanta

Haltern von Exoten fehlt es häufig an Sachkenntnis

21.01.2022
Die Zahl der privat gehaltenen Exoten in Deutschland wächst. Bei der Haltung von Echsen, Schildkröten oder Schlangen fehle es jedoch häufig an entsprechender Sachkenntnis, wie Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns, Direktorin der Klinik für Vögel und Reptilien der Universität Leipzig, bemängelt. Die Veterinärmedizinerin fordert daher einheitliche Regeln, wie es in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz schon längst der Fall ist. Krautwald-Junghanns berichtet von zahlreichen exotischen Patienten, die in der Leipziger Klinik wegen Krankheiten behandelt werden müssen, die von falscher Haltung herrühren. „Das ist der gerupfte, einzeln gehaltene Graupapagei oder der Leguan, der klein gekauft wurde und irgendwann riesig ist“, sagte die Veterinärmedizinerin. „Ich bin seit 36 Jahren Tierärztin. Und ich bin es einfach leid. Wir müssen dringend was ändern“, sagt Krautwald-Junghanns und fordert, dass KäuferInnen schon beim Kauf einen Sachkundenachweis vorlegen müssen. Die Missstände in der Exotenhaltung in Deutschland seien spätestens seit der großen «Exopet»-Studie bekannt, die zwischen 2015 und 2018 deutschlandweit durchgeführt wurde, so die Tierärztin, die die Koordinatorin des Projekts war. Bis zum Sommer wolle sie gemeinsam mit anderen Forschern eine Machbarkeitsstudie vorlegen, in der Hoffnung, dass die neue Regierung einheitliche Regeln festlegt.

Proplanta
Vetion Fokusthema: Heimtierhaltung

Nebenwirkungen des Verbots des Kükentötens

19.01.2022
Seit Beginn des neuen Jahres ist in Deutschland das Töten von sogenannten Eintagsküken verboten. Bislang wurden pro Jahr ca. 45 Millionen männliche Küken direkt nach Schlüpfen geschreddert oder vergast. Doch nicht alle sind glücklich über das neue Gesetz, wie beispielsweise die Betreiber des Wildparadies Tripsdrill in Baden- Württemberg, die durch das Verbot mehr Aufwand und höhere Kosten haben. „Wir haben eine Falknerei. Da gehören Eintagsküken zu den wichtigsten Futtermitteln für die Greifvögel. Zudem haben wir Weiß- und Schwarzstörche in Volieren, auch die bekommen Eintagsküken als Grundnahrung“, erklärt Birger Meierjohann, Sprecher der Geschäftsleitung. Auch bei den anderen Wildtiere, sogenannte Beutegreifer wie Bären, Luchse, Wölfe und Wildkatzen, gehören Küken zum Speiseplan. Da die Eintagsküken nicht mehr, wie bisher, von einem Anbieter aus Eppingen geliefert werden können, werden diese nun aus Spanien bezogen. „Wenn die Eintagsküken dauerhaft ausfallen würden, müssten wir für Alternativen sorgen“, so Mejerjohann weiter. Mäuse oder Ratten, die die Küken ersetzen könnten, müssten jedoch extra gezüchtet werden, um den hohen Gesamtbedarf zu decken. „Das ist auch keine Vermeidung von Tierleid“, betont der Tripsdrill-Sprecher. „Die Einkaufskosten haben sich um 45 Prozent erhöht“, berichtet Meierjohann.

Bietigheimer Zeitung
Vetion Fokusthema: Tierschutz geht uns alle an
bpt-INTENSIV Kleintier in Bielefeld wird auf den Sommer verschoben 18.01.2022
Schweiz passt Verordnungen an EU-Recht an 12.01.2022
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Gesunderhaltung von Honigbienen rückt mehr in den Fokus 11.01.2022
Neues Praxishandbuch Grünland für Pferde 06.01.2022
Änderungen der Tierschutzhundeverordnung 06.01.2022
Zentrale Notdienst-Hotline in Schleswig-Holstein 04.01.2022
Größtes Artensterben seit Ende der Dinosaurierzeit erwartet 03.01.2022
Aujeszky bei Wildschwein nahe Gera nachgewiesen 03.01.2022
Küchenhygiene bei Fondue und Co. besonders wichtig 29.12.2021
Silvesterfeuerwerk ist Stress für Haustiere 28.12.2021
Urbane Wildtiere und Hauskatzen dulden sich friedlich 27.12.2021
TierärztInnen gegen Tiere als Weihnachtsgeschenk 22.12.2021
Handelsketten reagieren auf schmutzige Rinderwäsche 22.12.2021
Uni Hohenheim wertet über 8.000 Zeckenfunde aus 21.12.2021
Änderungen in Tierschutz-Hundeverordnung treten 2022 in Kraft 20.12.2021
Weniger Versuchstiere in Deutschland - Schweiz entscheidet über Tierversuchsverbot 17.12.2021
Regelmäßige Vorsorge bei älteren Katzen empfohlen 17.12.2021
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Tipps für gefahrenfreie Weihnachtstage für Haustiere 14.12.2021
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Inzucht führt auch bei Hunden zu Problemen 08.12.2021
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Umfrage zum illegalen Welpenhandel 06.12.2021