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Aktuelles


Informationskampagne zum Schutz von heimischen Feldtieren

24.06.2021
Um auf die dramatische Situation von Tieren auf heimischen Äckern und Feldern aufmerksam zu machen, hat das hessische Umweltministerium eine Informationskampagne gestartet. Denn durch die sich stetig verschlechternden Lebensumstände sind einige Tierarten, wie beispielsweise der Feldhamster oder das Rebhuhn, inzwischen vom Aussterben bedroht. „Wir wollen mit einer Informationskampagne die Menschen über den Artenschutz im Bereich der Feldflur aufklären, zum Mitmachen anregen und über die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt informieren, die zu unserer Kulturlandschaft dazu gehört. Wir wollen außerdem Lösungen aufzeigen, die im Bereich Naturschutz und Landwirtschaft bereits erfolgreich entwickelt werden. Je mehr Menschen aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd mitmachen, desto mehr können wir erreichen und dafür sorgen, dass uns der Gesang der Feldlerche noch lange erhalten bleibt“, erklärt Hessens Umweltministerin Priska Hinz. So fördert das Ministerium mittlerweile neun sogenannte Feldflurprojekte für den Artenschutz, mit denen in vergleichsweise kurzer Zeit eine sichtbare positive Veränderung in der Landschaft herbeigeführt wurden, wie Dr. Tobias Erik Reiners, Vorsitzender der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) berichtet. Speziell für den Schutz des Rebhuhns wird schon bald ein weiteres Feldflurprojekt in Fulda eröffnet. Landwirtinnen und Landwirte legen hier u.a. Blühstreifen und Brachflächen an und erhalten über das Agrar- und Umweltprogramm HALM einen Ausgleich für Ertragsausfälle von bis zu 1.000 Euro pro Hektar. „Die Erfolge bei den Projekten zeigen: Wir können die bedrohten Arten auf unseren Feldern retten. Diese erfolgreichen Erfahrungen im Artenschutz müssen wir jetzt weiter in die Fläche tragen und weitere Feldflurprojekte erschließen. Wir können die Verdrängung der Natur, die in den vergangenen Jahrzehnten stattgefunden hat, leider nicht von heute auf morgen umkehren. Aber das Engagement von allen Seiten – im Naturschutz, bei den Landwirtinnen und Landwirten und bei den Jägerinnen und Jägern – zeigt, dass es gelingen kann“, so Hinz abschließend.

Umweltministerium Hessen
Vetion Fokusthema: Tierschutz geht uns alle an

Tierarzneimittelgesetz: Deutsche Zoos fordern international gültige Therapiestandards

22.06.2021
Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) äußert scharfe Kritik an den geplanten Änderungen des Tierarzneimittelgesetzes und fordert eine umfassende Überarbeitung. Besonders in der Kritik steht neben Einordnung von Zootieren als potenzielle Lebensmittel der Zugang zu hochwirksamen Narkosemitteln für Tiere. „Wenn das neue Tierarzneimittelgesetz so kommt, wie momentan vom Ministerium vorgeschlagen, ist das ein ganz bewusst in Kauf genommener Rückschritt für den Tierschutz“, sagt der Präsident des Verbandes, Jörg Junhold, selbst promovierter Tierarzt und Zoodirektor in Leipzig. „Angesichts der zahlreichen und über viele Jahre formulierten Hinweise seitens der Veterinäre und verschiedener Verbände fehlt mir jedwedes Verständnis für die Nichtberücksichtigung der Fachexpertise seitens der Regierung.“ Junold kritisiert die geplante Änderung bezüglich der Narkosemittel, die für Zootiere wegen der Wirksamkeit häufig aus Nicht-EU-Ländern kommen. Nicht wegen ihrer Eignung, sondern allein wegen ihrer Herkunft dürften sie mit der Gültigkeit des neuen Gesetzes nicht nach Deutschland eingeführt werden. Während das EU-Gesetz jedoch ab 1. Januar solche Umstände als sogenannten Therapienotstand betrachtet, was bedeutet, dass im Falle von Mitteln ohne wirksame Alternativen auf Produkte aus Drittländern zurückgegriffen werden darf, schließt das deutsche Tierarzneimittelgesetz diese Lösung aus. „Dass wir das im vorliegenden Gesetzentwurf nach jahrelangen Hinweisen nicht hinbekommen, ist in meinen Augen ein Armutszeugnis für das Zooland Deutschland“, sagt Verbandspräsident Jörg Junhold.

VdZ

Zahl der TFA in Ausbildung steigt weiter

22.06.2021
Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) und der Verband medizinischer Fachberufe (VMF) zeigen sich erfreut über die Entwicklung der Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) auf dem Arbeitsmarkt. Zum Stichtag 31.03.2021 ist die Zahl der Ausbildungsverträge in den niedergelassenen Tierarztpraxen und Tierkliniken im Vorjahresvergleich um 18 Prozent gestiegen. Schon im Pandemiejahr 2020 gab es mehr Auszubildende als in 2019, und das, obwohl weniger Unternehmen Ausbildungsplätze angeboten hatten. „Für den bpt ist das ein starkes Zeichen dafür, dass unser Sonderweg in den Freien Berufen, also als Tarifpartner mit der Arbeitnehmervertretung zu verhandeln, richtig und zukunftsweisend ist“, erklärt bpt-Geschäftsführer Heiko Färber. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Fachkräftesicherung und den Erhalt der Leistungsfähigkeit der Tiermedizin in Deutschland.“ Mit Beginn des kommenden Monats werden die Gehälter der TFA im 1. bis 4. Berufsjahr linear um vier Prozent und ab dem fünften Berufsjahr um drei Prozent steigen. Doch trotz der momentan steigenden Zahlen der sozialversicherungspflichtig beschäftigten TFA ist der Fachkräftemangel in einigen deutschen Regionen schon zu spüren, wie Silke Agus, Referatsleiterin TFA im Verband medizinischer Fachberufe, erklärt. „Um dem zu begegnen, sollte nicht nur in die Ausbildung, sondern auch in die Arbeitsbedingungen der TFA investiert werden. Denn von den gegenwärtig 18.780 TFA sind rund 5.800 noch in der Ausbildung und viele bleiben leider nicht in diesem Beruf“, fordert Agus. Bpt und VMF sind sich deshalb einig, dass sie gemeinsam die Gründe für diese Abwanderung analysieren und Konzepte gegen den Fachkräftemangel erarbeiten müssen.

bpt

Hirschlausfliegen machen Hunde und Pferde nervös

21.06.2021
Mit ihrem flachen, rotbraunen Körper sieht die eher unbekannte Hirschlausfliege dem Gemeinen Holzbock zum Verwechseln ähnlich. Statt acht Beinen wie Zecken hat der Parasit jedoch nur sechs Beine. Das Flügelpaar wirft der Blutsauger ab, sobald dieser sich auf einem Wirt niedergelassen hat. Neben Hirschen und Rehen gehören auch Menschen, Pferde und Hunde zu den bevorzugten Wirten. Der Biss bzw. Stich einer Hirschlausfliege kann starke allergische Reaktionen auslösen. Da ca. 90 Prozent der Parasiten das Bakterium Bartonella schoenbuchensis in sich tragen, wird die Hirschlausfliege als Überträger eines Zoonose-Erregers eingestuft. Die Insekten schwärmen meist an Waldrändern, wodurch nicht selten Pferde befallen und nervös werden. Nach dem Biss, meist rund um Mähne und Schweif, kann es bei den Tieren zu schmerzhaften Symptomen kommen, was manche Pferde sogar in Panik versetzen kann: Sie versuchen die Fliegen abzuschütteln und verletzten sich dabei teilweise selbst. Fliegendecken schützen die Tiere vor den Attacken der Hirschlausfliege. Zudem sollten die Reiter Fliegen-Hotspots möglichst meiden. Auch Hunde werden häufig zu Opfern der Blutsauger. Typische Anzeichen für einen Biss sind Unruhe sowie wiederholtes Kratzen und Beißen in die eigene Haut. Entdecken HalterInnen festgebissene Hirschlausfliegen im Fell der Vierbeiner, sollten diese mit einem feinen Kamm gelöst werden. Auch ein Entfernen der lästigen Parasiten mit Hilfe eines breiten Klebebandes oder das Abspritzen von Pferden und Hunden mit Wasser sind zu empfehlen. Der Juckreiz an den Bissstellen kann mit Kühlen gelindert werden. Bei sehr starken Symptomen können ein Antiallergikum oder Schmerzmittel helfen, das der Tierarzt verschreibt. Die Wirkung von sogenannten Spot-Ons, die vor Zecken und Flöhen helfen, ist bei Hirschlausfliegen nicht gewährleistet.

Parasitenportal

Befall mit dem Augenwurm immer häufiger in Deutschland diagnostiziert

21.06.2021
Der ursprünglich in Asien beheimatete Augenwurm (Thelazia callipaeda) ist ein zu den Fadenwürmern gehörender Parasit, der sich durch das veränderte Klima und den Reiseverkehr immer weiter Richtung nördliches Europa ausbreitet. Bei Hunden verursacht der Augenwurm die okuläre Thelaziose. Hierbei nistet sich der Wurm in der Bindehaut des befallenen Hundes ein und löst eine Entzündung aus, die mit Juckreiz und Tränenfluss einhergeht. Bei einem stärkeren oder fortgeschrittenen Befall sind die weißen, bis zu zwei Zentimeter langen Würmer sogar leicht im Hundeauge zu erkennen. Auch Katzen, Füchse, Wölfe und Kaninchen können von Augenwürmern befallen werden. Als Überträger des Augenwurmes gelten Fruchtfliegen der Gattung Phortica, die die Wurmlarven über das Tränendrüsensekret des Tieres aufnehmen und nach einer mehrwöchigen Entwicklungszeit weitergeben. Bei einem Augenwurmbefall ist eine medikamentöse Behandlung des Hundes durch den Tierarzt sowie das Entfernen des Parasiten mit einer Pinzette oder Spülung erforderlich. Um den Vierbeiner vor einem Befall zu schützen, werden Antiparasitika z. B. in Form von Kautabletten empfohlen. Diese wirken neben Würmern auch gegen Milben, Zecken und Flöhe. Detaillierte Informationen zu Wurmbefall bei Hunden finden Sie auch in unserem gleichnamigen Fokusthema.

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Vetion Fokusthema: Wurmbefall beim Hund
Stressfrei reisen mit Hund 18.06.2021
Neues Zentrum in Berlin erforscht alternative Methoden zu Tierversuchen 18.06.2021
Bundeseinheitliche Regelung für Tiertransporte gefordert 17.06.2021
Schweiz setzt Fokus auf Infektionskrankheiten und Zoonosen 17.06.2021
Fledermaustollwut in Minden 16.06.2021
Experten empfehlen WNV-Impfung von Pferden 15.06.2021
Heu ist in der Pferdefütterung maßgeblich 15.06.2021
Mindeststandards für Mastputenhaltung gefordert 15.06.2021
EU-Parlament fordert Ende der Käfighaltung bis 2027 11.06.2021
Gefahr durch Braune Hundezecke wächst 11.06.2021
Sachsen-Anhalt unterstützt Kastration von Streunerkatzen 10.06.2021
Tierschützer bekräftigen Verbot von Pelztierfarmen 09.06.2021
SWR-Faktencheck in der Kritik 08.06.2021
Verheerende Mäuseplage in Australien 08.06.2021
Antiparasitika - Tipps zum richtigen Umgang mit behandelten Katzen 04.06.2021
Wohnungskatzen vor Fensterstürzen schützen 03.06.2021
Wien verschärft Kampf gegen illegalen Welpenhandel 02.06.2021
Allergieauslöser bei Hunden möglichst meiden 01.06.2021
HomeLink vereinfacht Urlaub mit dem Haustier 28.05.2021
Corona-Spürhunde auch in britischer Studie erneut erfolgreich 28.05.2021
Artensterben ist dramatisch 28.05.2021
Bundestag stimmt für Gesetz des Verbots der Kükentötung 27.05.2021
Wiederkäuer erhöhen Effizienz in der Lebensmittelproduktion 27.05.2021
Otte-Kinast untersagt erneut Tiertransport nach Marokko 21.05.2021
Neuer Tierschutzbeirat in MVP berufen 18.05.2021