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Aktuelles


Buntzecken inzwischen in ganz Deutschland verbreitet

26.10.2020
Die Auwald- oder Buntzecke (Dermacentor reticulatus) ist inzwischen in ganz Deutschland verbreitet. Das hat das bundesweite Monitoring der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) herausgefunden. Dazu hatte die TiHo die Bevölkerung aufgefordert, entdeckte Buntzecken unter Angabe des Fundorts einzuschicken. „Die Resonanz auf unseren Aufruf war groß, hierfür möchten wir uns bei allen Einsendern ganz herzlich bedanken!“, erklärte Professorin Dr. Christina Strube, Leiterin des Instituts für Parasitologie der TiHo. Das Monitoring ergab zudem, dass Dermacentor reticulatus auch in den Wintermonaten aktiv ist und nächtlicher Bodenfrost ihre Aktivität nicht beeinträchtigt. Das bedeutet, dass die Blutsauger auch in den kalten Monaten die Babesiose auf Hunde übertragen können. Daher empfehlen die ExpertInnen Hundehaltern, ihre Vierbeiner auch im Winter effektiv vor Zecken zu schützen. Da das Monitoring weitergeführt wird, wird vor allem um die Zusendung von Auwaldzecken aus Gebieten gebeten, in denen sie bisher nicht gefunden wurden. Außerdem freuen sich die WissenschaftlerInnen, die zudem allgemein auch die Winteraktivität von Zecken untersuchen wollen, über andere Zeckenarten, die zwischen November und Februar gefunden werden.

TiHo

Weniger Hantavirus-Infektionen als im Vorjahr

26.10.2020
Die Zahl der Infektionen mit dem Hantavirus ist im laufenden Jahr in Deutschland deutlich zurückgegangen. Während sich im vergangenen Jahr noch gut 1.500 Menschen mit dem hauptsächlich durch Rötelmäuse (Myodes glareolus) übertragenen Virus infiziert haben, zählte das Robert Koch Institut (RKI) im laufenden Jahr bisher erst knapp 160 Fälle. Die stark differierenden Fallzahlen werden auf das sogenannte Mastjahr zurückgeführt, in dem es durch einen milden Winter 2018 zu einer großen Fruchtproduktion an Eicheln und Bucheckern kam, der Hauptnahrung der Rötelmäuse. Aufgrund der guten Nahrungsbedingungen ist die Population der Rötelmäuse im Jahr 2019 dann stark angestiegen. Eine Infektion mit Hantaviren kann beim Menschen teils schwerwiegende Erkrankungen, einhergehend mit plötzlich einsetzendem Fieber sowie unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen, auslösen. Bei der Inhalation von aufgewirbeltem, virushaltigem Staub werden die Viren auf den Menschen übertragen. Besonders in der Land- und Forstwirtschaft tätige Personen sind gefährdet, aber das Virus kann auch beim Aufräumen und Fegen von Schuppen und Garagen, Joggen im Wald sowie der Nutzung von Unterständen auf Waldgrillplätzen übertragen werden. Eine direkte Infektion ist aber auch durch Bisse oder nach dem Kontakt mit lebenden oder toten Nagetieren bzw. deren Ausscheidungen (Speichel, Urin und Kot) möglich. Einen Impfstoff gibt es aktuell nicht.

Proplanta

TierschützerInnen mit dem Deutschen Tierschutzpreis ausgezeichnet

23.10.2020
Am vergangenen Wochenende sind die diesjährigen Preisträger des Deutschen Tierschutzpreises ausgezeichnet worden. Vor dem Verein Eichhörnchen Notruf e.V. aus Dresden sowie der Greifvogelauffangstation Fürth belegte das Projekt „Düsseldorfer Streetdogs“ den ersten Platz. Zudem erhielt die Tierschützerin Andrea Rücker aus dem thüringischen Altenburg einen Sonderpreis für ihren über 30-jährigen Einsatz im Tierschutz. Der Leserpreis der Kooperationspartner FUNK UHR und Super TV ging in diesem Jahr an Merwel Otto-Link und ihren Verein Igelpflege Rotenburg / Wümme e.V.. Die Ehrung der Preisträger fand digital statt. „Die Preisträgerinnen und Preisträger leisten herausragende, vorbildliche Tierschutzarbeit. Es macht jedes Jahr aufs Neue Mut und Hoffnung, zu sehen, wie sich Menschen voller Herzblut und mit Verstand für die Tiere einsetzen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir hoffen, dass andere sich davon inspiriert fühlen – auch als Einzelner oder mit einem kleinen Team kann man so viel Gutes für unzählige Mitgeschöpfe bewirken.“ Das Unternehmen Heel Vet präsentierte darüber hinaus in der vergangenen Woche die Gewinner der diesjährigen Helping Vets Initiative. Mit diesem Preis werden jährlich gesellschaftliches Engagement für den Tierschutz ausgezeichnet. Bei dieser Runde gab es 30 Bewerbungen, von denen die drei Gewinner-Projekte sich nun über eine finanzielle Unterstützung des Unternehmens freuen können. Gewonnen haben 2020 die Tierhilfe Fünfseenland e.V. aus München, die Fürther Greifvogelauffang- und Pflegestation des Tierarztes Dr. Rainer Hussong und seines Vaters Hans Kurt Hussong sowie der Tierschutzverein Speyer und Umgebung e.V..

Deutscher Tierschutzbund
Preisverleihung und Gewinner von Helping Vets 2020

Kriminelle Machenschaften von Viehhändlern im Fernsehen

22.10.2020
Das Politmagazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz“ im SWR Fernsehen beschäftigt sich am heutigen Donnerstagabend (22.10.2020) um 20:15 Uhr mit illegalen Tiertransporten in sogenannte Drittländer und der Verschleierung der Transportwege. Neben anderen Bundesländern hat auch Rheinland-Pfalz im Sommer 2020 ein Verbot von langen Rindertransporten in Drittstaaten auf den Weg gebracht. Doch Recherchen von SWR-Filmemacher Edgar Verheyen hatten ergeben, dass die Erlasse umgangen werden, indem Kälber von deutschen Höfen über Belgien, Frankreich und Spanien letztendlich doch im Libanon landeten, wo die Tiere brutal geschächtet wurden. Bekannt ist, dass in dem arabischen Staat der Umgang mit Schlachttieren gesetzlich kaum geregelt ist. Der Tierrechtsgruppe Animal International gelang es bereits im vergangenen Jahr, auf einem Schlachthof zu filmen, als Tiere, die aus Europa in den Libanon kamen, qualvoll getötet wurden. Die Tierschützer konnten darunter anhand der sichtbaren Ohrenmarken auch Tiere identifizieren, die aus dem Südwesten Deutschlands stammten. Die rheinland-pfälzische Landesregierung sieht die EU in der Pflicht und kritisiert das Vorgehen von Viehhändlern scharf: „Damit werden alle Bemühungen zur Verbesserung des Tierschutzes beim Transport umgangen.“

SWR

Juristin zeigt Weg für nationale Verbote von Lebendtierexporten auf

22.10.2020
Für ihre Forschungsarbeit zum Tierschutz über die Landesgrenzen hinaus ist die Juristin Charlotte Blattner mit dem diesjährigen Marie Heim-Vögtlin-Preis des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ausgezeichnet worden. In ihrer Dissertation widmete sich Blattner dem grenzüberschreitenden Schutz von Tieren in einer globalisierten Welt. „Staaten befinden sich in einem Standortwettbewerb", erklärt die Juristin. „Sie passen ihre Gesetze den Interessen von Investoren und Produzenten an und weigern sich, wirksame Normen zum Schutz der Tiere zu erlassen oder bestehendes Recht durchzusetzen." Durch die Abwanderung der Industrie wird meist der nationale Tierschutz umgangen, weil die Tiere wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Die Basis ihrer Arbeit ist das völkerrechtliche Konzept der extraterritorialen Jurisdiktion, welches Staaten erlaubt, ihr Recht auf Sachverhalte im Ausland anzuwenden. So konnte Blattner mit ihrer Dissertation dazu beitragen, dass eine Regelungshoheit indirekt genutzt werden kann, etwa durch Investmentstandards oder Import- und Exportverbote. Zudem könnte Blattners Ansatz das internationale Tierrecht revolutionieren, da dadurch die systematische Umgehung von nationalem Tierschutzrecht und damit die globale Deregulierung verhindert werden könnte.

SNF
Knapp 300 Fälle von West-Nil bei Menschen in Europa 21.10.2020
Ärzteverein stellt Strafanzeige gegen Tierversuchslabor 21.10.2020
FU Berlin entwickelt Frühwarnsystem zum Schutz von Bienen 20.10.2020
BRS erweitert APP um ASP-Informationen 20.10.2020
Zurückblinzeln fördert emotionale Beziehung zur Katze 19.10.2020
Corona: TiHo sucht TeilnehmerInnen für Studie 16.10.2020
Nahrungsergänzungsmittel haben keinen Einfluss auf kognitive Fähigkeiten von alten Hunden 16.10.2020
TV-Tipp: Wegwerfkälber in ZDFzoom - Mittwoch, 22:45 Uhr 14.10.2020
ZZF gibt Empfehlungen zur Haltung von Kleinsäugern 14.10.2020
Streunerkatzen brauchen Hilfe 14.10.2020
Zehntausend Nerze in den USA nach Coronainfektion verendet 12.10.2020
Niedersächsischer Digitalisierungspreis vergeben 12.10.2020
Qualzuchten im Fokus des Welthundetages 09.10.2020
Frankreich verbietet Pelztierfarmen ab 2025 09.10.2020
Feldhamster, Iltis und Igel auf der Roten Liste 08.10.2020
Heimtiere schrittweise an die Zeitumstellung gewöhnen 08.10.2020
DVG-Congress 2020 nun doch ausschließlich online 07.10.2020
BMEL: Neue Leitlinien Tierschutz im Pferdesport 07.10.2020
VdZ vermeldet für 2019 Besucherwachstum von 4 Prozent 07.10.2020
ASP-Konferenz in Schwerin 07.10.2020
EFSA leitet Kampagne zur Eindämmung der ASP ein 06.10.2020
Grüne fordern mehr Konsequenz beim Tierschutz 06.10.2020
LTK Baden-Württemberg fordert Tierschutzoptimierung in Schlachthöfen 06.10.2020
Risiko der Geflügelpest-Einschleppung besonders groß 05.10.2020
Verifizierungspflicht aller Tier-Verkäufer gefordert 05.10.2020