www.tfa-fortbildung.de
www.vetion.de
www.tfa-fortbildung.de

Aktuelles


Ursache für Waldtrachtkrankheit bei Bienen gefunden

28.05.2020
Laut einer Studie der Universität Hohenheim ist Melezitose-Zucker als Ursache für die sogenannte Waldtrachtkrankheit bei Bienen verantwortlich. Starke Ertragsverluste und die Gefährdung ganzer Bienenvölker sind die Folge der Bienenkrankheit. Laborexperimente der ForscherInnen haben ergeben, dass der spezielle Zucker, den die Bienen über Waldhonig aufnehmen, die Darmbakterien der Insekten schädigen und so ihre Lebensdauer reduzieren. Betroffene Bienen weisen Krankheitssymptome wie geschwollene Hinterbeine oder massiven Haarausfall auf. Zudem zeigen erkrankte Bienen auch ein verändertes Verhalten: sie bleiben am Eingang des Bienenstocks, anstatt auszufliegen. Bisher hatten Bienenforscher vermutet, dass der hohe Mineralstoffgehalt im Waldhonig die Ursache für die Waldtrachtkrankheit ist. Nun konnte erstmals Melezitose-Zucker als Ursache bestätigt werden. „Wir gehen deshalb davon aus, dass Melezitose von den Bienen nicht gut verdaut werden kann und sich im Darm ansammelt“, sagt Victoria Seeburger von der Landesanstalt für Bienenkunde. Die Bienen sind offenbar mangelhaft ernährt, obwohl sie eigentlich ausreichend fressen. „Die geschwächten Tiere sind zudem auch anfälliger für Krankheitserreger, was die Sache noch verschlimmert.“ Den Imkern empfiehlt Seeburger, Honigtau mit einem hohen Gehalt an Melezitose zu vermeiden: „Sie sollten ihre Kolonien aus den Wäldern entfernen, wenn die Umweltbedingungen die Melezitoseproduktion begünstigen.“ Dies sei beispielsweise bei Honigtau der von Imkern gefürchteten großen schwarzen Fichtenrindenlaus der Fall. Eine Gefahr für Menschen bestehe nicht, wie die Wissenschaftlerin betont: „Flüssiger Waldhonig hat nur einen niedrigen Melezitosegehalt und mit diesen geringen Mengen sollte das menschliche Verdauungssystem gut klarkommen.“

Uni Hohenheim
E-Learning Aufbaukurs Bienen für TierärztInnen

Hunde sollen Corona-Infizierte erschnüffeln

28.05.2020
Hunde können bis zu einer Million Mal besser riechen als Menschen. Diese Fähigkeit wurde bisher genutzt, um geeignete Hunde so zu trainieren, dass sie beispielsweise bei Menschen Epilepsie, Diabetes oder Krebs erschnüffeln können. Nun arbeiten ForscherInnen daran, dass die Vierbeiner mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn auch Personen erkennen, die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sind, wie n-tv berichtet. In zahlreichen Ländern laufen derzeit Tests dazu. Erste Erfolge wurden bereits aus den USA, Großbritannien und Finnland gemeldet. Experten gehen davon aus, dass Krankheiten ihren eigenen Geruch haben und von trainierten Hundenasen erkannt werden können. Ob die Viren selbst spezifische Gerüche absondern oder die virenbefallenen Organismen diese für Hunde wahrnehmbar ausströmen, wie genau diese Veränderung riecht und wie lange sie bei einer Infektion für den Hund wahrnehmbar ist, können die Forscher bisher nicht sagen. Das Ziel der WissenschaftlerInnen ist, das die Tiere auch symptomfreie Infizierte erschnüffeln können. In Finnland wurden die Spürhunde mit uringetränkten Pads trainiert, sodass die Tiere keinen Kontakt mit infizierten Personen haben mussten, um Ansteckungsrisiken für die tierischen Helfer und ihre Besitzer zu vermeiden. Die Organisation Medical Detection Dogs wollen durch ihr spezielles Training erreichen, dass die Hunde Veränderungen aus der Atemluft von Menschen mit einer Corona- Infektion erkennen. Läuft die Ausbildung der Vierbeiner so, wie die Forscher sich das erhoffen, dann könnte jeder Hund in einer Stunde bis zu 250 Menschen auf eine Infektion überprüfen. Das wäre unschlagbar effektiv. Da die Kosten für die Ausbildung medizinischer Geruchsspürhunde jedoch sehr teuer und aufwändig ist, wird es sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die Tiere maßgebend bei der Bewältigung der Pandemie helfen können.

n-tv

Schimpansen und Menschen entwickeln sich ähnlich langsam

27.05.2020
Schimpansen entwickeln sich in einem ähnlichen Zeitrahmen wie Menschen. Das haben WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig durch mehrjährige Beobachtungen von freilebenden Schimpansen im Taï-Nationalpark (Elfenbeinküste) herausgefunden. So konnten die Forscher feststellen, dass die Tiere, ähnlich wie beim Menschen, die grobmotorischen Fähigkeiten mit etwa vier Monaten, kommunikative Eigenschaften mit 12 Monaten, die Fähigkeiten zur sozialen Interaktion mit 14 Monaten und die feinmotorischen Fähigkeiten mit 15 Monaten entwickeln. „Nicht nur der zeitliche Rahmen, sondern auch die Erwerbsreihenfolge ähneln sich bei Schimpansen und Menschen, was unsere gemeinsame Evolutionsgeschichte widerspiegelt", sagt Erstautorin Aisha Bründl. „Unsere Ergebnisse stimmen mit der Hypothese des verzögerten Nutzens überein, die besagt, dass eine längere Entwicklungsdauer für den Erwerb von Erwachsenen- Fähigkeiten notwendig ist.“ Schimpansen entwickeln zudem komplexere Fähigkeiten, wie etwa der Gebrauch von Werkzeugen und soziale Interaktionen, erst viel später und von Tier zu Tier unterschiedlich. „Diese Variation kann durch grundlegende Unterschiede im sozialen Umfeld, in dem ein Schimpanse aufwächst, aber auch durch andere Faktoren wie zum Beispiel die Ernährung verursacht werden und muss noch weiter untersucht werden“, erklärt Co-Autor Patrick Tkaczynski.

Max-Planck-Institut

Neonikotinoide verzögern Entwicklung von Bienenlarven

26.05.2020
Eine innovative Videotechnik ermöglichte es Forschern zum ersten Mal, die gesamte Entwicklung einer Honigbiene im Bienenstock zu filmen. Dafür konstruierten Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt am Institut für Bienenkunde der Polytechnischen Gesellschaft einen Bienenstock mit einer Glasscheibe und zeichneten über mehrere Wochen hinweg viele Brutzellen von insgesamt vier Bienenvölkern gleichzeitig auf. Im Fokus ihrer Untersuchungen stand das Fütterungsverhalten der Ammenbienen, deren Futter geringe Mengen an Pflanzenschutzmitteln, so genannten Neonikotinoiden, zugefügt wurden. Die Forscher fanden heraus, dass die Larven seltener von den Ammenbienen gefüttert wurden, was dazu führte, dass sich die Entwicklung der Larven um bis zu 10 Stunden verzögerte. Mit Hilfe von Machine-Learning-Algorithmen konnten die Wissenschaftler belegen, dass schon geringe Dosen der Neonikotinoide Thiacloprid oder Clothianidin bewirkten, dass die Ammenbienen an einigen Tagen der 6-tägigen Larvenentwicklung weniger häufig und somit kürzer fütterten. Manche der so aufgezogenen Bienen benötigten bis zu 10 Stunden länger bis zum Verschluss der Zelle mit einem Wachsdeckel. Dementsprechend höher ist auch das Risiko, dass Schädlingen wie beispielsweise die Varroa-Milbe die Brutzellen befallen. „Wir konnten erstmals zeigen, dass Neonikotinoide auch das Sozialverhalten der Bienen verändern. Das könnte ein Hinweis auf die von anderen Wissenschaftlern beschriebenen Störungen der Brutentwicklung durch Neonikotinoide sein“, erklärt der Bienenexperte Dr. Paul Siefert, der an den Experimenten beteiligt war. Bekannt war bereits vor den Untersuchungen, dass Neonikotinoide auf das Nervensystem der Bienen wirken. „Unsere innovative Technologie erlaubt es, grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen über die sozialen Interaktionen im Bienenvolk, über die Biologie von Parasiten und die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln“, beschreibt Siefert das große Potenzial der neuen Videotechnik.

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Anspruch von hessischen TierärztInnen auf Kindernotbetreuung

26.05.2020
Hessische Tierärztinnen und Tierärzte sowie Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) im Nutztierbereich, in der Lebensmittelproduktion und -überwachung sind systemrelevant und haben so einen Anspruch auf Kindernotbetreuung. Das geht aus einem Schreiben des Hessischen Ministeriums an den Präsidenten der Landestierärztekammer (LTK) Hessen, Dr. Ingo Stammberger, hervor. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 1. Juni. Ein eingeschränkter Regelbetrieb soll ab dem 2. Juni wieder aufgenommen werden, so dass weiteren Personengruppen eine Betreuung ihrer Kinder ermöglicht werden kann. Auf formlose schriftliche Anforderung per E-Mail an info@ltk-hessen.de stellt die LTK entsprechende Bestätigungen für Tierärzte aus. Für entsprechende Bescheinigungen für TFAs ist der Arbeitgeber zuständig.

LTK Hessen
Österreichische Tierärztekammer gegen Telemedizin 26.05.2020
Kuhbad gegen Milchfieber 25.05.2020
Hunde an warmen Tagen nicht im Auto zurücklassen 22.05.2020
Tiergesundheitsverbände unterstützen angedachtes Lebensmittelsystem 20.05.2020
BVL warnt vor Anwendung Octenidin-haltiger Antiseptika 20.05.2020
Test für medizinische Studiengänge verschoben 19.05.2020
Grüne fordern Mindestpreis für tierische Lebensmittel 18.05.2020
BfN-Studie zum Wolf erntet starke Kritik 15.05.2020
Corona: Häusliche Gewalt gegen Haustiere nimmt zu 15.05.2020
Tierschützer fordern Exportstopp nach Russland 14.05.2020
Software zur Simulation von komplexen Zuchtprogrammen entwickelt 13.05.2020
Covid-19: IVH klärt verunsicherte Heimtierhalter auf 12.05.2020
Internetseite informiert über Haltung von Exoten 12.05.2020
Veterinärmedizinische Labore werden keine Coronatests durchführen 11.05.2020
Umweltausschuss beschäftigt sich mit Virenübertragungen 11.05.2020
Blaumeisensterben endet vermutlich noch im Mai 11.05.2020
Absatz von Fleischersatz in den USA stark gestiegen 07.05.2020
Hunde von den Wiesen fernhalten 06.05.2020
Zoologen fürchten um Gesundheit von Orang-Utans 06.05.2020
Menschen mit Maske können bei Hunden Ängste hervorrufen 04.05.2020
Nerze in den Niederlanden mit Coronavirus infiziert 04.05.2020
Europaabgeordneter sagt Hundemafia den Kampf an 04.05.2020
Exotische Parasiten immer öfter in Deutschland zu finden 29.04.2020
Keine Wildkätzchen mitnehmen! 28.04.2020
Brandenburg blockiert Tiertransporte nach Russland 24.04.2020