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Aktuelles


Natur- und Artenschutz sind wesentlich zum Schutz vor Pandemien

03.04.2020
Natur- und Artenschutz sind der Schlüssel zur Verhinderung von Infektionskrankheiten wie Sars-CoV-2 / Covid-19. Diese Pandemie muss ein Weckruf sein, so die Warnung der Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Je tiefer der Mensch in den Lebensraum der Tiere eindringt und umso enger der Kontakt zwischen Mensch und Wildtieren ist, die häufig das Reservoir für viele Krankheitserreger darstellen, desto größer das Risiko, dass die Erreger auch den Menschen infizieren und es zu einer weltweiten Pandemie kommt. Die Zerstörung der Natur ist die Krise hinter der Coronakrise, warnt Schulze. Wildtiermärkte und der weltweite Schmuggel von Wildtieren begünstigen die Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen sowie deren Verbreitung.

Die Welt

Erste Ergebnisse der Infektionsstudien mit Tieren liegen vor

03.04.2020
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat vor wenigen Wochen mit Infektionsstudien bei Schweinen, Hühnern, Flughunden und Frettchen begonnen. Nun wurden erste Ergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass Flughunde und Frettchen empfänglich für eine SARS-CoV-2 Infektion sind. Während sich Frettchen effizient mit SARS-CoV-2 infizieren lassen, das Virus gut vermehren und es auf Artgenossen übertragen, erfolgt bei den Flughunden keine Übertragung. Unter den Versuchsbedingungen zeigten sich weder Schweine noch Hühner als empfänglich für eine Infektion mit SARS-CoV-2. Nach jetzigem Kenntnisstand sind sie also von dem Virus nicht betroffen und stellen demnach kein potentielles Risiko für den Menschen dar. In den Infektionsstudien wurde den Tieren SARS-CoV-2 in die Nase verabreicht, um den natürlichen Infektionsweg beim Menschen über den Nasen-Rachenraum nachzuahmen. Frettchen könnten sich demnach als Tiermodell, das die Infektion des Menschen widerspiegelt, eignen. Die komplette Auswertung aller Versuchsreihen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, mit den Endergebnissen ist Anfang Mai zu rechnen.

FLI

Veterinärmedizinische Labore erhöhen die Kapazitäten von Corona-Tests

02.04.2020
Die Landesgesundheitsagentur von Niederösterreich hat mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine Zusammenarbeit bei der Durchführung von Corona-Tests getroffen. Demnach wird die Veterinärmedizinische Universität Wien künftig werktags 270 Testungen durchführen. Dadurch wird die Testkapazität des Landes auf insgesamt rund 1.000 pro Tag erhöht. „Wir bilden nicht nur TierärztInnen für Österreich aus, sondern wollen in der derzeitigen Krise auch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Deshalb haben unsere ExpertInnen den Aufbau des Testlabors und die Abstimmungen mit den Behörden vorangetrieben", beschreibt Vetmeduni Vienna-Rektorin Petra Winter den Hintergrund. Auch die Inhaberin des veterinärmedizinischen Labors LABOKLIN, Dr. Elisabeth Müller, hat mit den bayerischen Landratsämter in der Umgebung von Bad Kissingen bereits Vereinbarungen getroffen, ebenfalls Corona-Tests durchzuführen. Warum veterinärmedizinische Labore nicht auf Bundesebene die Testungen unterstützen dürfen, obgleich sie es angeboten haben, erfahren Sie u.a. in einem Interview mit Frau Dr. Müller.

Vetmeduni Wien
Interview mit Dr. Elisabeth Müller

Studie untermauert Forderung nach Verbot von Online-Tierhandel

02.04.2020
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat gegenüber der Bundesregierung ihre Forderung nach rechtsverbindlichen Regeln für den Online-Handel mit Tieren bekräftigt. Dringend nötig seien Gesetze zur Identifizierung und Überprüfung der Tierhändler im Netz. Anlass dafür ist eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz von Pro Wildlife e.V. erstellt wurde. Noch immer werden jeden Monat Tausende junger Hunde nach dem Motto „je jünger, desto niedlicher“ illegal über das Internet gehandelt. Die Tiere sind meistens krank, weil sie unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet und medizinisch nicht versorgt wurden. „Das ist möglich, weil illegale Welpenhändler nur lasche oder gar keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, denn noch können sie ihren kriminellen Geschäften anonym nachgehen“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Nach der 2018 erschienenen EXOPET-Studie liegt nun die zweite Studie vor, die belegt, dass der Online-Handel mit Tieren ein großes Problem darstellt. Auch Bundestag und Bundesrat haben die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode zum Handeln aufgefordert. Die Bundesregierung darf vor dieser Tatsache nicht länger die Augen verschließen, sondern ist in der Pflicht, endlich effektive Maßnahmen zu ergreifen, um Tierleid zu verhindern.“

Vier Pfoten
Vetion Fokusthema: Tierschutz geht uns alle an

Klimawandel in der Antarktis bedroht einzigartige Ökosysteme

01.04.2020
Die Antarktis hat in diesem antarktischen Sommer eine Hitzewelle erlebt, die australische Klimaforscher stark beunruhigt. Sie fürchten drastische Konsequenzen für die antarktischen Lebewesen und die Ökosysteme dort. ´Wie sie jüngst im Fachmagazin "Global Change Biology" berichteten, sei an der Casey-Station am 24. Januar in der Spitze ein Temperaturrekord von 9,2 Grad Celsius gemessen worden. Dieses Temperaturmaximum sei fast sieben Grad wärmer als der durchschnittlich gemessene Höchstwert an der antarktischen Forschungsstation in den vergangen 31 Jahren. Eine Klimaerwärmung in der Antarktis beeinflusse auch die Ozeanströmungen und damit das Klima in vielen Erdregionen, warnen die Forscher.

Global Chance Biology
The Conservation
RKI-Präsident fordert Vorgehen gegen Wildtierhandel 31.03.2020
VdZ bittet Bund um Unterstützung 31.03.2020
Neue Verordnung für die Meldepflicht von Beatmungsgeräten 30.03.2020
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Beatmungsgeräte dringend gesucht - Tierarztpraxen gefragt! 27.03.2020
BMEL stuft alle Tierärzte als systemrelevant ein 27.03.2020
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ÖTK fordert mehr Unterstützung für Tierärzte 26.03.2020
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Artensterben verantwortlich für steigende Zahl von Zoonosen 23.03.2020
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Pferdehalter: Im Notfall Versorgung der Tiere sichern 18.03.2020
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Interzoo 2020 verschoben 17.03.2020
Spürhund Bear sucht verletzte Koalas in Australien 16.03.2020
FLI erforscht Auswirkungen von Sars-CoV-2 auf Nutztiere 16.03.2020
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AniCura verschiebt ersten Vet-Kongress auf 2021 12.03.2020